Trichterbecherkultur

Wörterbuch

Beispiele im Kontext

  • Vom Töpferhandwerk Selbstverständlich und ohne auch nur einen Gedanken an die Herkunft zu verschwenden, nutzen wir heute Geschirr. „Erfunden“ wurde Gebrauchsgeschirr mit Beginn der Sesshaftwerdung des Menschen. Noch heute staunt man über die handwerklichen Fähigkeiten der damaligen Töpfer: fein gearbeitete dünnwandige Gefäße, die ohne Töpferscheibe in Aufbautechnik hergestellt und in einer Erdgrube gebrannt wurden. In den noch ungebrannten Ton wurden unterschiedliche geometrische Muster eingestochen, die nach dem Brennen mit einer weißen Masse ausgefüllt wurden. Die Muster sind evtl. sogar verschiedenen „Werkstätten“ zuzuordnen. Unmengen solcher Gefäße mit häufig trichterförmigem Hals fanden sich in Großsteingräbern, weshalb diese von Archäologen der Tiefstich- bzw. Trichterbecherkultur, einem jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit von ca. 3.300 bis 2.800 v. Chr., zugeordnet werden.

    From pottery course and without even any thought to the origin, we now use dishes. "Invented" is tableware with the beginning of human settlement support. Today is struck by the craftsmanship of the former pottery: finely crafted thin-walled vessels that were no potter's wheel made in design, and fired in a hole in the ground. In the still unfired clay different geometrical patterns were inserted that were filled out after burning with a white material. The patterns are possibly even assign different "workshops". Oodles of such vessels with a funnel neck, often found in megalithic graves, so they are assigned by archaeologists of the deep stitch and Funnel Beaker culture, a younger section of the Neolithic period of about 3300 to 2800 BC.

  • Gaben für die Ewigkeit Die Ausgrabung von 1932 brachte nicht nur das unter dem Erdhügel fast komplett erhaltene Bauwerk zu Tage. Im Inneren der Kammer fand sich eine große Anzahl an Keramikscherben der Trichterbecherkultur. Neben den Gefäßscherben konnten weitere Grabbeigaben gesichert werden: kleine, trapezförmige, „querschneidige“ Pfeilspitzen aus Feuerstein, ein Steinbeil sowie ein Anhänger aus Gagat. Gagat ist versteinerte Kohle, sie wird auch als „schwarzer Bernstein“ bezeichnet. Dieser Fund sowie die ebenfalls in Großsteingräbern gefundenen Bernsteinketten und sogar erstes Kupfer sprechen für weiträumige Beziehungen der hier lebenden Menschen zu Regionen, in denen Bernstein, Gagat und Kupfer gefunden wurde bzw. vorkam. Diese Funde sowie wie zahlreiche weitere, aus Großsteingräbern stammende Grabbeigaben, sind heute im Archäologiemuseum in Meppen ausgestellt.

    Gifts for eternity The excavation of 1932 brought not only under the mound almost completely preserved building for days. Inside the chamber, there was a large number of pottery sherds of the Funnel Beaker culture. In addition to the vessel sherds were more grave goods are secured: small, trapezoidal, "cross-edged" arrowheads of flint, a stone ax and a trailer from jet. Jet is fossilized coal, it is also referred to as "black amber". This discovery, and also found in the megalithic graves amber necklaces and even the first copper speak for wide relationships of people living here to regions where amber, jet and copper has been found or occurred. These findings, as well as numerous other, originating from megalithic graves grave goods, are now kept in the Archaeological Museum in Meppen.

  • Ein neuer Platz für ein Grab Die wiederhergestellte Grabkammer in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Standorts ist ein „Modell“ nach Originalmaßen, aber kein Denkmal aus urgeschichtlicher Zeit mehr – ein Anschauungsobjekt, das deutlich werden lässt, wie präzise die Erbauer vor rd. 5.000 Jahren arbeiteten. Über die Erkenntnisse zu Bau und Konstruktion eines Steingrabes hinaus lieferten die Funde aus der Glockenbecherkultur – der auf die Trichterbecherkultur folgende Epoche - den Beweis für eine lange Nutzung des Grabes. Ebenso spannend sind die beiden Steinumfassungen: der äußere diente sicher als Schutz am Hügelfuß, der innere jedoch war dafür bedeutungslos. Diesem inneren Steinring sprach der Ausgräber Wolf-Dieter Tempel eine magische Bedeutung zu. Im späteren Volks- und Aberglauben wurden solche Steinkreise häufig als „Hexenring“ bezeichnet, um böse Geister zu bannen.

    A new place for a grave The restored grave chamber in the immediate vicinity of the former site is a "model" to original dimensions, but no monument from prehistoric times more - puts a view object that is clear and precise about the builder before. 5,000 years worked. Of the findings to the design and construction of a stone tomb, the findings yielded from the Bell Beaker Culture - the following to the Funnel Beaker culture era - the proof for long service to the tomb. Equally exciting are the two Steinumfassungen: the exterior served as a safe guard on Hügelfuß, however, was in favor of the inner meaning. Stone said this inner ring of the excavators Wolf-Dieter temple to a magical significance. In the later elementary and superstitions such stone circles were often called "fairy rings" in order to ward off evil spirits.