Deckstein

Wörterbuch

Beispiele im Kontext

  • Eine der beiden Galerien wird noch von einem schweren Deckstein bedacht.

    One of the two western galleries is topped with a large capstone.

  • Die „Emsländische Kammer“ Das am Ende der Jungsteinzeit errichtete Großsteingrab in der Kunkenvenne ist eines der schönsten und am besten erhaltenen Gräber des Emslandes. Schon 1841 wurde es als „unstreitig wohl das größte und großartigste“ Grab im damaligen Königreich Hannover bezeichnet. Die mit 27 m Länge heute noch beeindruckende Kammer wird aus 17 aneinandergereihten Jochen gebildet. Ein „Joch“ besteht aus jeweils zwei Tragsteinen und einem darüberliegenden Deckstein. Eine aus einer großen Zahl aneinandergereihter Joche gebildete Grabkammer bezeichnet man als „Emsländische Kammer“. Ein ovaler Kranz aus kleineren Findlingen um die eigentliche Grabkammer findet sich bei vielen Gräbern. Diese Anlage ist jedoch mit einem doppelten Steinkranz ausgestattet – eine Besonderheit, die sich im Emsland nur noch beim Großsteingrab in Lähden (Station 17c) findet.

    The "chamber Emsländische" The end of the Neolithic period built megalithic grave in Kunkenvenne is one of the finest and best-preserved tombs of the Emsland. In 1841 it was described as "unquestionably probably the greatest and grandest" means grave, the Kingdom of Hanover. The 27 m long with still impressive chamber is formed from 17 juxtaposed Jochen. A "yoke" consists of two supporting stones and a higher deck stone. Facility formed by a large number of aligned yokes grave chamber is called "Emsländische chamber". An oval wreath of small boulders at the actual grave chamber is found in many tombs. This facility is equipped with a double stone ring - a feature that is found only in Emsland in megalithic grave in Lähden (station 17c).

  • „Der Steinerne Schlüssel“ Das im Volksmund „steinerner Schlüssel“ genannte Megalithgrab in Apeldorn wurde aus mächtigen Granitfindlingen errichtet, die durch die Gletscher der vorletzten Eiszeit vor etwa 100.000 Jahren in die Region transportiert worden waren. Das recht gut erhaltene Grab aus ursprünglich 3 Jochen und mit Zugang an der Südseite verfügt noch über zwei der ehemals drei Decksteine und ist mit einer Kammergröße von ca. 5 x 2 – 1,4 m eine kleinere Anlage. Vieles spricht dafür, dass der „steinerne Schlüssel“ eines der frühen Ganggräber des Neolithikums ist. Als Urform der Steingräber gilt in Fachkreisen der Urdolmen mit nur einem einzigen Deckstein, der dann auf zwei bzw. drei Joche erweitert wurde. Urdolmen und erweiterte Dolmen haben keinen Zugang an den Längsseiten wie die etwas jüngeren Ganggräber (ohne Steinkranz) bzw. emsländischen Kammern (mit Steinkranz).

    "The Stone Key" The popularly known as "key stone" called megalithic tomb in Apeldorn was built of huge granite boulders that were transported by the glaciers of the penultimate ice age about 100,000 years ago in the region. The well-preserved grave originally 3 Jochen and with access to the south side still has two of the original three capstones and is provided with a chamber size of approximately 5 x 2 - 1.4 m a smaller plant. There are many indications that the "key stone" one of the early passage tombs of the Neolithic is. As a prototype of the stone graves in the art of Urdolmen applies with a single capstone, which was then extended to two or three bays. Urdolmen and advanced dolmens have no access on the sides like the slightly later passage graves (without stone ring) and Emsland chambers (with stone wreath).

  • Ausgegraben … Schon 1825 wurde das Grab erstmals beschrieben, damals lag es weitgehend in einem Wehsandhügel verborgen. Laut weiteren Beschreibungen aus dem 19. Jh. zufolge wurde das Grab im Lauf der Zeit immer mehr frei geweht. 1925 waren neben 28 Steinen auch erste Funde wie Scherben und Steingeräte sichtbar. 1955 wurde dieses Grab durch die Archäologin Dr. Elisabeth Schlicht in einer Ausgrabung wissenschaftlich untersucht. Die Grabung ergab eine 9,5 m lange Grabkammer aus fünf Eck- und 14 Tagsteinen und einen mit einem Schwellenstein markierten Zugang in der Mitte der südlichen Längswand. Der Boden der Kammer war aus kleinen Findlingen mit einer darüberliegenden Schicht aus Granitgruß gepflastert. Reste von Trockenmauerwerk zwischen den Tragsteinen waren ebenfalls erhalten, Sprenglöcher an einem zerborstenen, 6 t schweren Deckstein zeugen auch hier von Sprengversuchen.

    Excavated in 1825 ... Even the grave was first described, then it was largely hidden in a Wehsandhügel. According to other descriptions of the 19th Century, according to the grave was blown over time more and more freely. 1925 next 28 pieces also first finds of glass and stone artifacts were visible. 1955 this grave was the archeologist Dr. Elizabeth Schlicht scientifically tested in an excavation. The excavation was a 9.5 m long grave chamber from five and 14 Tagsteinen corner and one labeled with a threshold in the middle of the stone access southern longitudinal wall. The bottom of the chamber was paved from small boulders with an overlying layer of granite greeting. Remains of drywall between the supporting stones were also obtained, blasting holes in a shattered, 6-ton capstone evidence here of explosive experiments.

  • Geordnete Unordnung Dem Betrachter bietet sich auf den ersten Blick ein scheinbar heilloses Durcheinander von wahllos gesetzten Steinen. Doch bei genauerem Hinsehen ist der Bauplan der „Emsländischen Kammer“ noch zu erkennen: ein doppelter Steinkranz, dessen Steine auf der Südseite fast vollständig verloren sind, begrenzte dieses Grab – eine Besonderheit, die sich nur noch bei dem sehr gut erhaltenen Grab „in der Kunkenvenne“ in Thuine findet. Von der in Lähden wohl 15jochigen Kammer sind noch einige Tragsteine am Originalplatz vorhanden, zehn der ehemals 15 Decksteine sind erhalten, von denen aber nur noch vier am ursprünglichen Platz liegen. Ein auf vier Tragsteinen liegender Deckstein in der Mitte des Grabs wird als Tordeckstein eines nicht mehr vorhandenen Zugangs gedeutet

    Ordered disorder lends itself to the viewer at first glance a seemingly hopeless confusion of randomly placed stones. But on closer inspection is the blueprint of "Emsländischen chamber" can still be seen: a double stone ring, whose stones are lost on the south side almost completely limited by this grave - a feature that is only in the well-preserved grave "in the Kunkenvenne place "in Thuine. Of the chamber in Lähden probably 15jochigen some support stones are present in its original place, ten of the previous 15 capstones are obtained, of which only four are at the original place. A lying on four supporting stones capstone in the middle of the tomb is interpreted as Tordeckstein a no longer existing access

  • Ganggrab und Dolmen Direkt nebeneinander liegen hier zwei unterschiedliche Bautypen von Großsteingräbern: ein Ganggrab und ein Großdolmen. Letzterer ist Nord-Süd ausgerichtet, entgegen der Ost-West-Ausrichtung bei den im Emsland verbreiteten sog. „Emsländischen Kammern“. Das Ganggrab hat zwar den für die Emsländischen Kammern typischen Zugang auf der südlichen Längsseite, jedoch fehlt der typische Steinkranz. Das Grab besteht aus vier Jochen und verjüngt sich nach Osten auffällig von 2,7 m auf nur noch ca. 2 m Breite. Die Tragsteine dieses Grabes stehen an Ort und Stelle, der gewaltige mittlere Deckstein liegt ebenfalls noch in Position, die anderen beiden sind in die Kammer gestürzt. Der Großdolmen setzt sich aus drei Jochen und einem Abschlussstein im Westen zusammen, der Zugang erfolgte über die südliche Schmalseite. Alle Decksteine sind in die Kammer gestürzt.

    Passage grave and direct dolmens are juxtaposed here two different building types of megalithic tombs: a passage grave and Großdolmen. The latter is oriented north-south, towards the east-west orientation in the Emsland widely known as "Emsländischen chambers". The passage grave is indeed typical of the chambers Emsländischen access on the southern long side, but lacking the typical stone wreath. The grave consists of four bays and tapers conspicuously eastward from 2.7 m to only about 2 meters wide. The support of this tomb stones are in place, the vast middle capstone is also still in position, the other two are thrown into the chamber. The Großdolmen consists of three bays and a capstone together in the west, the entrance was on the south narrow side. All slates are thrown into the chamber.

  • Klein aber fein! Das kleine Ganggrab ist nur unvollständig erhalten. Neben dem mittleren Deckstein fehlt auch der östliche Abschlussstein, was Aussagen über die tatsächliche Größe der Kammer erschwert. Auch hier wurde übrigens wie bei den Gräbern in den Klöbertannen (Station 18b) und Werlte (Station 20a) ein Tragstein mit Hilfe eines etwa kopfgroßen Findlings „passend“ gemacht. An der südlichen Längsseite sind noch zwei Steine der Umfassung vorhanden. Deren Anordnung spricht dafür, dass hier der Zugang zum Grab gewesen sein könnte. Dann allerdings wäre die Kammer im Osten wahrscheinlich um ein Joch länger gewesen, als sie heute noch ist. Ob die „Poldenhünensteine“ einen ovalen Steinkranz hatten oder mit einer lang-rechteckigen Einfassung zu den wenigen Hünenbetten der Region gezählt werden müssen, wie Ernst Sprockhoff es vermutet, ist nicht zu klären.

    Small is beautiful! The small passage grave is kept only incomplete. Besides the middle capstone missing, the eastern end stone, which makes statements about the actual size of the chamber. Here, too, as was the way to the tombs in the Klöbertannen (station 18b) and Werlte (station 20a) has a supporting stone with a roughly head-sized boulder made "fit". On the southern side of the longitudinal two stones of the enclosure are provided. Their arrangement suggests that this might have been the entrance to the grave. Then, however, the chamber in the East would have been more likely to a yoke, as it still is today. Whether the "Poldenhünensteine" had an oval stone ring or a long-rectangular enclosure of the few megaliths in the region should be counted as Ernst Sprockhoff it is believed, can not be clarified.